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Ueber Aness

 

Die Motive für diese kleine Werkschau wurden Aness quasi in die Wiege gelegt: Damit ist nicht die Sterilität der Zehdenicker Entbindungstation gemeint, wo sie sich 1981 ein erstes Mal lautstark hervortat. Nein, gemeint ist Bergsdorf, das Dorf unweit der oberen Havel, wo sie groß wurde und wo die Kleinsten, sobald sie lernten, einen Stift in der Hand zu führen, nicht Industriequalm, Flugzeuge, Wolkenkratzer und Werbelogos malten, sondern die Welt, die hinter den Gehöften, Scheunen und Gärten, in denen sie spielten, wächst, gedeiht, blüht, weht, leuchtet, flimmert, fliegt, kriecht, krabbelt, schlicht gesagt: LEBT.

Aness Bilder sind farbenfrohe Momentaufnahmen. So spontan wie Gedanken, Empfindungen und Träume vor dem geistigen Auge auftreten, so spontan entkleidet sie die weiße Leinwand ihrer Nacktheit, taucht sie in die Farben der vier Jahreszeiten, überzieht sie mit den Räumen der Natur und den bunten Bewegungen des Lebens. Die Unvermitteltheit, die Augenblicklichkeit ihrer Bilder schlägt sich auch in Aness’ Arbeitsweise nieder: Jedem Werk bleibt nur wenig Zeit für die Vollendung. Skizzen und Studien kommen im Vorfeld des Entstehens nicht zum Zuge. Dies ist die Konsequenz aus ihrer Einstellung, flüchtige, aber wunderschöne Motive festzuhalten und diese für Augenblicke, in denen das Gedächtnis sich nicht mehr daran zu erinnern vermag, zu bewahren.